Hochzeit

"Wer getauft und gefirmt ist, kann in der Kirche darüber hinaus in zwei eigenen Sakramenten eine besondere Sendung empfangen und von Gott dazu in Dienst genommen werden: Die Weihe und die Ehe. Beide Sakramente habe etwas gemeinsam: Sie sind für andere bestimmt. Niemand wird bloß für sich geweiht, auch tritt niemand bloß für sich in den Stand der Ehe. Weihesakrament und Ehesakrament sollen das Volk Gottes aufbauen, d.h., sie sind ein Kanal, über den Gott Liebe in die Welt einfließen lässt." (S.143)
Das Sakrament der Ehe kommt durch ein vor Gott und der Kirche abgelegtes Versprechen von Mann und Frau zustande, das von Gott angenommen und besiegelt und durch die körperliche Vereinigung des Paares vollzogen wird. Weil Gott selbst das Band der sakramentalen Ehe knüpft, bindet es bis zum Tod eines der beiden Partner. [...] Zu einer sakramentalen Ehe gehören notwendig drei Elemente: a) das Jawort in Freiheit, b) die Bejahung einer lebenslänglichen, ausschließlichen Verbindung und c) die Offenheit für Kinder. Das Tiefste an einer christlichen Ehe ist aber das Wissen des Paares: Wir sind ein lebendiges Abbild der Liebe zwischen Christus und der Kirche. [...] In einer Zeit, in der vielerorts 50 Prozent aller Ehen geschieden werden, ist jede Ehe, die hält, ein großes Zeichen - zuletzt eines für Gott. [...] Absolute Treue in der Ehe bezeugt weniger die menschliche Leistung als die Treue Gottes der auch dann noch da ist, wenn wir ihn in jeder Hinsicht verraten und vergessen. Kirchlich heiraten heißt: Mehr auf Gottes Hilfe als auf den eigenen Vorrat an Liebe zu vertrauen." (YOUCAT, Jugendkatechismus der katholischen Kirche, S. 148-151)

Wir freuen uns, wenn Sie sich trauen, den Bund fürs Leben zu schließen. Wir bitten Sie, rechtzeitig im Pfarrbüro nach einem Termin für die kirchliche Hochzeit und nach einem Vorbereitungsgespräch mit Pastor Christoph Scholten, Diakon Günter Gendritzki oder Diakon Thomas Fonck zu fragen.

Übliche Trauungstermine sind - nach Absprache - Freitagnachmittags zwischen 14:30 Uhr  und 17:00 Uhr oder Samstags bis 15:00 Uhr (Beginn). Selbstverständlich ist auch nach Absprache in jeder Werktagsmesse eine Trauung möglich.

Das Pfarrbüro bzw. der Geistliche benötigt folgende Angaben bzw. Dokumente

  • Stammbuch (falls die Ziviltrauung schon stattgefunden hat)
  • Das Ehevorbereitungsprotokoll wird normalerweise in der Pfarrei, in der man den ersten Wohnsitz hat, gemeinsam mit dem Pfarrer ausgefüllt.
  • Wenn ein oder beide Partner nicht in einer der vier Pfarrgemeinden unserer Seelsorgeeinheit getauft worden sind, benötigen wir vom Pfarramt der Pfarrgemeinde, in der derjenige getauft worden ist, einen Auszug aus dem Taufbuch.
  • Erst wenn durch die obigen Dokumente endgültig geklärt ist,ob einer kirchlichen Trauung nichts im Weg steht, kann die Kirchliche Trauung stattfinden.

Beim Traugespräch wird die Trauung besprochen. Sie können Vorschläge für Bibelstellen, Lieder und Fürbitten einbringen. Wenn Sie möchten, können Sie nach dem Traugespräch ein Gottesdienstheftchen für die kirchliche Trauung erstellen.