Lepragruppe Kranenburg

Die Lepragruppe Kranenburg besteht seit 1964. Vor nunmehr 51 Jahren wurde Hanna Heiber, die selbst krankheitsbedingt durch ihre Multiple Sklerose ans Bett gefesselt war, durch einen Zeitungsartikel auf das Schicksal der Leprakranken aufmerksam. Von ihrem Krankenbett aus mobilisierte sie Menschen aus der Gemeinde und darüber hinaus und unterstützte mit dem Erlös aus Aktionen und erbettelten Spenden die Arbeit der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW). Nach ihrem Tod übernahm Frau van Bebber und danach die ebenfalls bereits verstorbene Frau Hanna Jansen die Leitung der Gruppe, die 1971 durch den in die Pfarrgemeinde versetzten Kaplan Heinz-Josef Sürgers neuen Schwung erhielt. Mit 6 weiteren Gruppen (Keeken, Kellen, Millingen, Wachtendonk, Straelen und Straelen-Holt) gehört sie seit 1973 zur Aktionsgemeinschaft Kreis Kleve im DAHW, die gemeinsam 3 Patenprojekte der DAHW im südindischen Tamil Nadu (es sind dies die Krankenhäuser in Kumbakonam, Nilakottai und Tuticorin) sowie seit zwei
Jahren die Arbeit von Manfred Göbel in Brasilien unterstützen. Schirmherr der Aktionsgemeinschaft ist der Landrat.

  • 50-100 Euro reichen im Schnitt aus, um einen Lepra – oder TB- Kranken zu heilen.
  • 150-200 Euro sind das Monatsgehalt für einen medizinischen Mitarbeiter im Tuberkulose-Kontrolldienst in Indien.
  • 20-200 Euro reichen für einen Kleinkredit – als Hilfe zur Selbsthilfe.

Ansprechpartner der Lepragruppe Kranenburg ist
Christel Schiwek
Hettsteeg 9.

Ansprechpartner für die AG Kreis Kleve im DAHW ist
Karl Meurs
Gocher Straße 50
Tel.: 7543

Aktionen der Gruppe sind vor allem der Basar am 1. Advent in der Seniorenresidenz sowie der Osterbasar auf Haus Riswick. Die Gruppe trifft sich nicht regelmäßig. Zu den Aktionen sind aber zwischen 25 und 30 Aktive dabei.


Konto: 402180 der
DAHW AG Kreis Kleve
Sparkasse Kleve (BLZ 32450000)

Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe DAHW

Die DAHW, 1957 als ehrenamtliche Initiative von Journalisten in Würzburg gegründet, kümmert sich mit Unterstützung seiner Spender und ehrenamtlichen Helfer erfolgreich und nachhaltig um die Lepra- und Tuberkulosekranken in der Welt. Bis 2003 stand DAHW für Deutsches Aussätzigen Hilfswerk. Die Einbeziehung der Tuberkulose in die Arbeit (verstärkt seit 1990) wollte man in der neuen Namensgebung Rechnung tragen, wobei allerdings die Kurzform beibehalten wurde.

Lepra

Obwohl Lepra immer mehr in Vergessenheit gerät und bereits von der WHO als vernachlässigte Krankheit eingestuft wird, ist Lepra weiterhin ein Gesundheitsproblem. 2012 wurden 232.857 neue Leprafälle registriert. Davon über 33.000 Fälle in Brasilien und über 134.000 in Indien. Etwa 3 Millionen Menschen sind in Folge der nicht rechtzeitig diagnostizierten und behandelten Lepra behindert.

Tuberkulose

2013 gab es 8,7 Millionen Tuberkulosekranke, 1,42 Millionen von ihnen sind gestorben. Das sind täglich über 3800 Menschen. Tuberkulose (TB) ist eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt. In vielen Ländern sind Millionen der TB ausgeliefert, weil Gesundheitsdienste überfordert oder nicht vorhanden sind. Seit 1990 unterstützt die DAHW die Behandlung von TB - Kranken.

Projekte

2014 unterstützt die DAHW 189 Projekte in 21 Ländern. Der Jahresetat für die Projektarbeit für 2013 beträgt 13.248.196,23 €. In Brasilien hat die DAHW 2013 acht Projekte gefördert mit einer Summe von 442.532,11 €. Die DAHW investiert insbesondere in Ausbildung für Fachpersonal, Aufklärungskampagnen, Untersuchung von Kontaktpersonen von Leprakranken (hauptsächlich Familienangehörige), Rehabilitierung von Patienten mit Körperbehinderungen (Krankengymnastik, Chirurgie, Schusterwerkstätten) und soziale Rehabilitierung durch Unterstützung von berufsorientierten Kursen für Leprakranke und deren Familienangehörigen sowie Unterstützung von Selbsthilfegruppen.